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Unterhaltsvorschuss 2017 für Alleinerziehende

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Der Unterhaltsvorschuss nach dem Unterhaltsvorschussgesetz (UVG) ändert sich ab 01.01.2017.

Das Gesetz ist allerdings noch nicht in Kraft getreten. Der Unterhaltsvorschuss wird höchstens für 72 Monate gewährt, bzw. bis zum 12. Lebensjahr des Kindes. Hier ist eine Verlängerung der Zahlung bis zum 18. Lebensjahr vorgesehen. Bei Auslauf der Zahlung ist beim Amt eine Verlängerung der Zahlung zu beantragen. Auch wenn Bescheide über die Beendigung der Zahlungzugestellt werden, kann Widerspruch (Achtung: Frist beachten!)dagegen eingelegt werden, verbunden mit einem Verlängerungsantrag.

Folge: der Widerspruch wird zwar aufgrund der noch geltenden Rechtslage zurückgewiesen. Der Verlängerungsantrag liegt dann aber der Behörde schon vor. Wenn das Gesetz in Kraft tritt, wird rückwirkend ab 01.01.2017 der Unterhaltsvorschuss gezahlt. Ansonsten erst ab Antragstellung.

Die alleinerziehenden Mütter können zusätzlich zum gewährten Unterhaltsvorschuss die Differenz zum Tabellenunterhalt nach der DT beim Kindesvater geltend machen und einfordern. Nach Ablauf der UVG-Leistungen ist der Kindesvater ohnehin verpflichtet, den Kindesunterhalt zu zahlen.

Wir stehen für eine Beratung und weitere Tätigkeit, Vertretung außergerichtlich und gerichtlich jederzeit zur Verfügung. Setzen Sie sich mit uns in Verbindung. E-Mail oder telefonisch, auch außerhalb der Öffnungszeiten und am Wochenende!

Weiteres erfahren Sie unter dem Stichwort "Beratungshilfe und Verfahrenskostenhilfe für außergerichtliche und gerichtliche Vertretung".

 

Düsseldorfer Tabelle ab 2017!

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Einkommen Netto des  Barunterhaltspflichtigen in EURO; Alterstufen nach § 1612 a Abs. 1 BGB 
                    0 - 5  6 - 11   12 - 17 Ab 18
Bis 1.500        342  393       460      527 100


1.501 - 1.900  360 413        483     554 
1.901 - 2.300  377 433        506     580     
2.301 - 2.700  394 452        529     607 
2.701 - 3.100  411 472        552     633 
3.101 - 3.500  438 504        589     675 
3.501 - 3.900  466 535        626     717 
3.901 - 4.300  493 566        663     759 
4.301 - 4.700  520 598        700     802 
4.701 - 5.100  548 629        736     844 
Ab 5.101 Fallorientiert
Gültig ab 01.01.2017

01. und 02. Kind Alterstufen nach § 1612 a Abs. 1 BGB 

Zahlbeträge:


                  0 - 5  6 - 11 12 - 17 Ab 18
Bis 1.500     246   297     364       335


1.501 - 1.900 264 317     387      362
1.901 - 2.300 281 337     410      388
2.301 - 2.700 298 356     433      415
2.701 - 3.100 315 376     456      441
3.101 - 3.500 342 408     493      483
3.501 - 3.900 370 439     530      525
3.901 - 4.300 397 470     567      567
4.301 - 4.700 424 502     604      610
4.701 - 5.100 452 533     640      652
Düsseldorfer Tabelle für das 01. und 02. Kind
Gültig ab 01.01.2017


Das Kindergeld wird ebenfalls ab 01.07.2017 erhöht. Es beträgt für das

erste und zweite Kind jeweils 192 EUR und für das dritte Kind 198 EUR; ab dem vierten Kind jeweils 223 EUR.

Die zweite Tabelle weißt den Zahlbetrag aus; (Differenz vom Tabellenbetrag und dem hälftigen Kindergeld)

Bei volljährigen Kindern wird das Kindergeld im voller Höhe angerechnet.

Erbschaft bei Hartz IV und sonstigen Sozialleistungen?

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Die Anrechnung einer Erbschaft beim Empfang von Sozialleistungen - ALG II oder Grundsicherung - richtet sich nach dem Zeitpunkt der Erbschaft. Zufluss aus dem Erbe ist bei ALG II grundsätzlich als Einkommen anzurechnen und wird dann ab dem Monat der Zahlung, bzw. ab dem darauffolgenden Monat angerechnet, ohne Freibeträge. Die Krankenversicherung muss selbst bezahlt werden.

Ist eine Erbschaft noch nicht ausgezahlt, kann sich der Erbe bei der ARGE abmelden und für mindestens einen Monat abgemeldet bleiben. Auf jeden Fall einen kompletten Monat, in dem die Erbschaft zufließt. Danach ist dann wieder erneut ALG II zu beantragen. Jetzt gilt die Erbschaft als Vermögen, sodass die Freibeträge angerechnet werden. Schulden können auch getilgt werden. Der Erbe muss natürlich den einen Monat von der Erbschaft leben. Das ist aber günstiger als die Aufteilung  durch die ARGE bei einer Anrechnung als Einkommen.

 

Rückforderung von Kindesunterhalt durch Jugendämter

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Bei einer vermeintlichen Leistungsunfähigkeit oder bei Nichtzahlung von Kindesunterhalt seitens der Väter bekommen die Mütter nach den Voraussetzungen des Unterhaltsvorschussgesetzes (UVG) Unterhaltszahlungen vom Jugendamt für das minderjährige Kind.

Diese werden ab Antragstellung gezahlt und sind befristet.

Die Ämter versuchen, die gezahlten Unterhaltsleistungen von den Vätern zurückzuholen, da die Väter verpflichtet sind, Kindesunterhalt zu zahlen.

Bei diesen Rückforderungsverfahren sind die gleichen Voraussetzungen gegeben, wie bei einem zivilrechtlichen Unterhaltsverfahren. Es kommt auf die Leistungsfähigkeit des Unterhaltsschuldners an und das Jugendamt muss die Zeiträume, für der Unterhalt gefordert wird, genau angeben.

Fragen der Verjährung und Verwirkung müssen geprüft werden, ebenso die Frage der Leistungsfähigkeit, bzw. Unfähigkeit des in Anspruch genommenen Kindesvaters. Ist dieser bspw. mehreren minderjährigen Kindern zum Unterhalt verpflichtet, ist eine Mangelfallberechnung vorzunehmen. Beruft sich der Vater dem Amt gegenüber auf Leistungsunfähigkeit, muss er die Voraussetzungen hierzu beweisen. Er ist verpflichtet (oder sollte es tun), Auskunft über seine Einkommens- und/oder Vermögensverhältnisse zu erteilen, damit die Höhe der Rückforderung korrekt berechnet wird. Gelingt das nicht, macht das Amt den Unterhalt beim Zivilgericht (Familiengericht) geltend.

Für die Unterhaltsverfahren ist eine anwaltliche Beauftragung unerlässlich. Der Anwalt prüft auch, ob die Voraussetzungen für die Verfahrenskostenhilfe vorliegen.